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Was tun, wenn der Schlafsack nass geworden ist?

Bei Trekkingtouren und bei Expeditionen ist es beim Nächtigen im Freien unvermeidlich, dass der Schlafsack auch mal nass wird. Sehr feuchte Luft und auch Regenschauer können dem Schlafsack arg zusetzen und besonders dann, wenn es sich um einen Daunenschlafsack handelt, zu empfindlichen Schäden führen. Die Folge: Ihr Schlafsack hält nicht mehr, was er verspricht, er isoliert und wärmt nicht mehr genügend. Sie kommen nicht umhin, für die nächste Tour einen neuen Schlafsack zu kaufen. Damit das nicht passiert, kommt es darauf an, dass Sie Ihren Schlafsack richtig behandeln.

Feuchtigkeit aus dem Schlafsack entfernen

Ist Ihr Schlafsack sehr nass geworden, müssen Sie zuerst das Wasser aus dem Schlafsack entfernen. Die Daunen können durch das Wasser stark geschädigt werden, die natürliche Fettschicht wird zerstört, die Daunen verklumpen. Auch bei einem Kunstfaserschlafsack ist es wichtig, die Feuchtigkeit gründlich zu entfernen. Um bleibende Schäden an dem guten Stück zu vermeiden, kommt es jetzt darauf an, richtig vorzugehen. Oberstes Gebot: gehen Sie vorsichtig mit Ihrem Schlafsack um. Vermeiden Sie unbedingt

  • Wringen
  • Ziehen
  • Reiben

weil dadurch der Schlafsack noch mehr geschädigt wird. Nehmen Sie den Schlafsack an der Unterseite auf, das ist wichtig, damit sich die Daunen nicht durch die kleinen Öffnungen in den Kammerwänden in andere Kammern verirren. Rollen Sie den Schlafsack vorsichtig auf, das ist bei einem Daunenschlafsack ebenso wichtig wie bei einem Kunstfaserschlafsack. Um jetzt die Feuchtigkeit aus dem Schlafsack zu bekommen, ist es wichtig, möglichst viel Druck auszuüben. Drücken Sie mit beiden Händen sehr kräftig auf die Rolle oder legen Sie eine große Folie über den Schlafsack, damit Sie keinen nassen Po bekommen, und setzen Sie sich auf den Schlafsack, um soviel Druck wie möglich auszuüben. Versuchen Sie, die Feuchtigkeit weitgehend aus dem Schlafsack zu drücken. Haben Sie den Schlafsack einmal ausgedrückt, sollten Sie den Schlafsack wieder auseinander rollen und dann den gesamten Prozess noch einmal wiederholen, damit viel Feuchtigkeit aus dem Schlafsack entfernt wird.

Behandeln Sie den Schlafsack vor

Nachdem Sie die Feuchtigkeit so weit wie möglich aus dem Schlafsack entfernt haben, geht es an die Vorbehandlung. Haben Sie einen Wäscheständer, legen Sie Ihren Schlafsack glatt über diesen Wäscheständer. Sie sollten nun nachschauen, ob sich noch einige feuchte Stellen in Ihrem Schlafsack befinden. Sind noch feuchte Stellen vorhanden, sollten Sie Ihren Schlafsack noch einmal ausdrücken. Bei einem Kunstfaserschlafsack ist die Vorbereitung für das Trocknen bereits abgeschlossen. Haben Sie aber einen Daunenschlafsack, kommt es darauf an, ihn auf Klumpen zu untersuchen. Tasten Sie den Schlafsack dafür mit flachen Händen sorgfältig ab. Die Klumpen

  • drücken Sie vorsichtig mit der Hand aus
  • drücken Sie auseinander, ohne zu reißen

Trocknen des Schlafsacks

Nachdem Sie den Schlafsack vorbereitet haben, trocknen Sie ihn, das funktioniert bei einem Kunstfaserschlafsack wesentlich schneller als bei einem Daunenschlafsack. Sie sollten den Schlafsack nicht auf dem Boden trocknen, da der Boden feucht sein kann und Ihr Schlafsack dann wieder erneut feucht und auch noch schmutzig wird. In der freien Natur sollten Sie den Schlafsack nach Möglichkeit über mehreren Ästen trocknen. Ist ein Wäschetrockner verfügbar, können Sie den Schlafsack auch darüber trocknen. Vergessen Sie nicht, Ihren Schlafsack möglichst stündlich auszuklopfen, das ist besonders wichtig bei einem Daunenschlafsack, damit die Klumpen sich lösen. Damit der Schlafsack gleichmäßig trocknet, sollten Sie ihn auch wenden. Ist der Schlafsack noch nicht vollständig trocken, darf er nicht in den Aufbewahrungssack gesteckt werden, da er sonst schimmelt.


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