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Im Schlafsack schlafen – mit viel oder wenig Klamotten?

Beim Trekking und im Zelt ist ein Schlafsack unerlässlich; welchen Schlafsack Sie wählen, hängt vom Einsatzzweck und von den Temperaturen ab. Der Schlafsack isoliert und wärmt, er schützt vor Feuchtigkeit und vor dem Auskühlen des Körpers beim Schlafen. Sie werden sich nun vielleicht fragen, ob Sie im Schlafsack mit viel oder wenig Kleidung schlafen sollten. Bei der Nutzung eines Schlafsacks bei extremen Temperaturen, beispielsweise bei Bergtouren und beim Biwakieren bei Minustemperaturen, drängt sich der Gedanke auf, dass viele Klamotten hilfreich sind und noch mehr Wärme spenden.

Nie nackt im Schlafsack schlafen

Im Schlafsack sollten Sie niemals nackt schlafen, das dient einerseits der besseren Wärmeeigenschaften, andererseits auch der besseren Hygiene. Tragen Sie lange Unterwäsche im Schlafsack, so schützen Sie Ihren Schlafsack vor Verschmutzungen durch Schweiß und Hautschuppen – Sie müssen den Schlafsack weniger häufig waschen. Abhängig von der Jahreszeit eignet sich

  • lange Unterwäsche aus Baumwolle für den Sommer
  • Thermo-Unterwäsche für die kältere Jahreszeit

Bei hohen Temperaturen im Sommer können Sie in Ihrem Schlafsack auch kurze Unterwäsche, ein leichtes Nachthemd oder einen leichten Schlafanzug tragen. Im Sommer können Sie einen Sommerschlafsack verwenden, er ist pflegeleichter als ein Drei-Jahreszeiten-Schlafsack oder ein Winterschlafsack. Da ein Drei-Jahreszeiten-Schlafsack und ein Winterschlafsack hohe Ansprüche an die Pflege stellen, sollten Sie diese Schlafsäcke vor Verschmutzungen schützen, indem Sie lange Unterwäsche tragen. Zusätzlich können Sie bei kälteren Temperaturen Socken tragen.

Wenig Kleidung für mehr Wärmereserven

Gerade dann, wenn Sie Ihren Schlafsack bei Minustemperaturen verwenden, sollten Sie eher wenig Kleidung tragen. Schlafen Sie mit viel Kleidung, sind am nächsten Morgen keine Wärmereserven mehr gewährleistet. Stehen Sie auf und ist es Ihnen kalt, können Sie bei wenig Kleidung noch zusätzliche Kleidung anziehen. Das ist nicht möglich, wenn Sie viel Kleidung im Schlafsack tragen. Beim Schlafen im Schlafsack gilt die Faustregel So viel Kleidung wie nötig und so wenig Kleidung wie nötig. Beim Schlafen im Schlafsack unter extremen Bedingungen können Sie sich nach dem Zwiebel-Prinzip kleiden, indem Sie Thermo- oder Fleece-Unterwäsche und zusätzlich einen Trainingsanzug tragen. Das Zwiebel-Prinzip gewährleistet eine bessere Isolation bei niedrigen Temperaturen.

Dicke Kleidung ist kontraproduktiv

Der Schlafsack kann selbst keine Wärme produzieren, doch kann er die Wärme, die vom Körper produziert wird, halten. Jede textile Schicht verstärkt diesen Effekt, doch ist es kontraproduktiv, dicke Kleidung zu tragen. In dicker Kleidung schwitzen Sie, die Kleidung wird feucht, die Wärme wird eher abgeführt, Sie frieren aufgrund der Verdunstungskälte. Schlimmstenfalls wird der Schlafsack feucht, der Wärmeverlust wird dadurch noch verstärkt.

Was Sie bei der Kleidung beachten sollten

Oberster Grundsatz bei der Kleidung im Schlafsack ist, dass Ihre Kleidung immer trocken ist. Wichtig ist auch, dass die Kleidung nicht einengt, aber trotzdem eng anliegt. Beim Schlafen bei extremen Temperaturen sollten Sie auf eine Mütze nicht verzichten, geeignet ist auch eine Sturmhaube. Die Mütze verhindert, dass zuviel Körperwärme über den Kopf abgegeben wird. Bei extremen Temperaturen sollten Sie nicht zuviel Kleidung tragen; sinnvoller kann es sein, wenn Sie bei Ihren Schlafsäcken nach dem Zwiebelprinzip vorgehen. Eine bessere Isolierung als ein Expeditionsschlafsack kann häufig eine Kombination aus

  • leichtem Daunenschlafsack mit einem Gewicht um 500 Gramm
  • Inlett, das in den Daunenschlafsack eingezogen wird
  • Kunstfaserschlafsack, der über den Daunenschlafsack gezogen wird

bieten. Ein Dampfsperren-Inlett kann verhindern, dass Körperfeuchtigkeit in den Schlafsack eindringt.


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